Dreiländer-Radweg (Originalvariante, Rundtour; Länge: ca. 53 km)
Es gibt Strecken-Varianten: 53 km, 58 km, 51 km, 46 km, 55 km, 33 km

Schwarzenberg am BöhmerwaldAusgangs-/Endpunkt bei Rundtour: Haidmühle Km 0

Tiefster Punkt: Schwarzenberg am Böhmerwald 766m.ü.M.
Höchster Punkt: Grenzübergang I/10 Plöckensteiner See 1050 m.ü.M

Charakter:
Der grenzüberschreitende Dreiländer-Radweg stellt eine landschaftlich hoch attraktive Radwegeverbindung im Dreiländereck her. Je nach Anspruchswunsch lässt sich die Tour neben dem originalen Routenverlauf in weitere 5 individuelle Streckenvarianten variieren.

Detaillierte Infos mit Höhenprofil zum Dreiländer-Radweg unter
www.bayernbike.de/touren/bayerischer_wald/dreilaender_radweg.shtml

Schwarzenberg am BöhmerwaldVerschieden Varianten des Dreiländer-Radweges:
Dreiländer-Originalvariante (XL),
Länge: 53 km, 910 hm, Rundtour

Dreiländer – X-Large Variante
Länge: 58 km, 950 hm, Rundtour
KM 23 geradeaus -> KM 26.7 rechts berauf zur Markierung <Nad Raskovem>, dann rechts bergab

Medium – Variante
Länge: 51 km, 800 hm, Rundtour
Abzweig KM 33.9 rechts, Umfahrung der Ortschaft Schwarzenberg (A)

Familien-Variante A (Familien-, Genussradler-geeignet)
Länke: Hin-, und Zurück 46 km, 200 hm, keine Rundtour
KM 23  Markierungspunkt <Arkonsky Potok Rossbach> Umkehren

Familien-Variante B (Familien-, Genussradler-geeignet)
Länge: Hin-, und Zurück 55 km, 205 hm, keine Rundtour
KM 23 geradeaus -> KM 26.7 Umkehren

Familien-Variante C (Familien-, Genussradler-geeignet)
Länge: Einfache Wegstrecke 33 km, 155 hm
Rückfahrt Nova Pec- Salnau-Bahnhof – Nove Udoli per Bummelzug
KM 23 geradeaus -> KM 26.7 geradeaus -> KM 27.8 links,dann 4 km bergab

Hinzu kommen noch unterschiedliche „Rückfahrtmöglichkeiten (z.B. zurück nach Hucina über den Radweg 51), oder auch von Nove Pec am Moldaustausee auf dem Radweg Nr. 51 über Cerny Kriz ((wo die Tour 51 + 54 einmündet/abzweigt) nach Stozec und weiter nach Nove-Udoli / Haidmühle. Die Dreiländer – Radtour ist also nach individuellen Gesichtspunkten planbar und mit weiteren interessanten Radwegerouten zusätzlich beliebig kombinierbar – das Radwege – Netz macht es möglich!

Bild ganz oben: Gemeinde Schwarzenberg am Böhmerwald. Foto: Schwarzenberg-Tourismus
Bild oben: Blick weit in die Mühlviertler Landschaft. Foto: Reinhold Tauber


Wegbeschreibung:

Die 53 km lange Gesamtdistanz ergibt im „Genussradlertempo“ bei einem Stundenmittel zwischen 12 - 16 km/h eine reine Fahrzeit von 4 – 5 Stunden. Rechnet man ausreichende Stand- und Pausenzeiten hinzu, und nimmt sich ausreichend Zeit für das „Studium“ der am Wegesrand aufgestellten Informationstafeln, so ergibt sich eine Ganztagestour. Abstecher, die „Mehrkilometer“ mit sich bringen (wie z.B. zum Adalbert-Stifter-Denkmal am Plöckensteinsee, erfordern ca. 2 Stunden bzw. zum Moldaustausee/Lipno ca. 3 Std.) „belasten“ zwar das Zeitkonto steigern dafür  den Erlebniseffekt.

Familien-, Genussradlervariante
Die „Familien-, Genussradlervariante“ des Dreiländer-Radwegs (Umkehrpunkt nach 23 km) ist für „normal“ konditionierte Genussradler / Freizeitsportler u. Familien wie geschaffen. Der sanfte Anstieg nach dem Grenzübertritt bei Haidmühle stellt wahrlich kein unüberwindbares Hindernis dar. Sofern man in Haidmühle startet hat man den Vorteil, dass der einzige längere Anstieg (max. 7% Steigung mit 150 hm) bereits beim Tourbeginn ansteht, wo man bekanntermaßen noch „fit“ ist. Danach beginnt ab dem Schwarzenberger Schwemmkanal (5 km nach Haidmühle) das erholsame und unvergesslich schöne Radwandererlebnis in ausgeprägter Naturlandschaft. Die 20 km lange Flachetappe entlang des Schwarzenberger Schwemmkanals lässt dem Radler viel Zeit und „Sauerstoff“, das „Natur-Umfeld“ intensiv wahrzunehmen und in großen Zügen zu genießen.
Für Familien, Genuss-, und Freizeitradler empfiehlt es sich entweder nach 23 km bei <Arkonsky Potok Rossbach> umzukehren und dieselbe Wegstrecke zurück zu radeln (46 km mit knapp 200 Gesamthöhenmetern) oder alternativ  auf weitere zwei „Familien-Varianten“ zurückzugreifen. Wer denselben Rückweg wählt, den erwartet ein kräfteschonendes, wadenkrampffreies Streckenprofil, da nach der genussreichen Flachetappe im Schlussabschnitt dann im Umkehrschluss eine 3 km lange sanfte Gefällstrecke bevorsteht, die einem fast wie von selbst zur 150 m tiefer liegenden Landesgrenze „trägt“. 
Alternativ kann man sich für die einfache, 33 km lange Strecke nach Nove Pec,/ Salnau-Bahnhof entscheiden und den Rückweg mit dem nostalgischen Bummelzug www.cd.cz nach Nove Udoli / Haidmühle anzutreten. Fahrräder werden zwar in kleinen Gruppen im Zug mitgenommen, aber man sollte tschechische Kronen parat halten.

Achtung:
Nach strengen Wintern kann es durchaus vorkommen, dass im Mai bzw. Juni schneebedeckte Berggipfel die Dreiländerstreckenroute unpassierbar machen. Vor Fahrtantritt der Dreiländer-Tour, speziell im Frühjahr, unbedingt die Schneelage prüfen. Verlässliche Infos erteilen zuständige Tourismusbüros.


Stifterbezug:
Die grenzüberschreitende Dreiländertour durch die einzigartige Ur- und Kulturlandschaft des Böhmerwaldes, und passiert dabei auch einige Stationen des früheren Lebens von Adalbert Stifter. Wer die Dreiländer-Radtour befährt gibt sich zwangsläufig auch auf Entdeckungsreise zu den Spuren des großen Böhmerwalddichters Adalbert Stifters.  So wie sich heute immer mehr Radtouristen zu „Grenzradlern“ entwickeln, war Adalbert Stifter, der berühmte Sohn des Böhmerwaldes schon damals ein ständiger Grenzgänger zwischen Böhmen (heutige Tschechische Republik), Österreich und Bayern..

Adalbert Stifter, Der Hochwald
(1. Waldburg)
"... Dichte Waldbestände der eintönigen Fichte und Föhre führen stundenlang vorerst aus dem Moldauthale empor, dann folgt, dem Seebache sacht entgegensteigend, offenes Land; – aber es ist eine wilde Lagerung zerrissener Gründe, aus nichts bestehend, als tief schwarzer Erde, dem dunklen Todtenbette tausendjähriger Vegetation, worauf viele einzelne Granitkugeln liegen, wie bleiche Schädel von ihrer Unterlage sich abhebend, da sie vom Regen bloßgelegt, gewaschen und rund gerieben sind. – Ferner liegt noch da und dort das weiße Gerippe eines gestürzten Baumes und angeschwemmte Klötze. Der Seebach führt braunes Eisenwasser, aber so klar, daß im Sonnenscheine der weiße Grundsand glitzert, wie lauter röthlich heraufflimmernde Goldkörner. Keine Spur von Menschenhand, jungfräuliches Schweigen..."


Mangelhafte Ausschilderung! Es gibt keine einheitliche und durchgängige Beschilderung in den 3 Ländern.

Einkehr-, Verpflegungs- und Übernachtungsmöglichkeiten sind am Dreiländer-Radweg eher bescheiden zu finden. Proviantmitnahme wie auch Sicherheitsausrüstung, Ersatzschlauch, Luftpumpe, Wetterschutz etc. sind ratsam.

Einkehrmöglichkeiten:
Nach der Landesgrenze Nove Udoli gibt es neuerdings ein Gasthaus mit Biergarten, die nächste Einkehrmöglichkeit folgt dann erst in Jeleni Vrchy, KM 17 (nur sporadisch bewirtschaftet), oder wer alternativ den Abstecher zum Moldau-stausee/Lipno macht in der Ortschaft Nova Pec, KM 32. Das Ereignishaus Holzschlag KM 34 (nicht durchgängig besetzt), Schwarzenberg am Böhmerwald, KM 40 bzw. Oberschwarzenberg KM 42.5 bieten sozusagen österreichische Landes-spezialitäten, während  in Lackenhäuser, KM 45.5 bzw. Frauenberg, KM 53.7 die beliebte bayerische „Hausmannskost“ auf den Speisezetteln steht. 
Orte mit Übernachtungsmöglichkeiten:
• Nova Pec (5 km von der Streckenroute entfernt) (CZ)
• Holzschlag (Ereignishaus Holzschlag, vorherige Buchung empfehlenswert) (A)
• Schwarzenberg am Böhmerwald (A)
• Lackenhäuser (D)
• Frauenberg (D).

Plöckensteiner See
Liegt nicht direkt am Radweg, der Plöckensteiner See. Foto: Reinhold Tauber